Aktuelles | 19.04.2026
Jahr 2014: Im Zeichen des Wachstums, der Veränderungen in der Leitung und neuer Traditionen
Fortsetzungsserie – Teil 4
Dieses Jahr brachte das erste selbstständige Konzert, feierliche Auftritte bei Staatsbesuchen sowie neue Trachten. Gleichzeitig bedeutete es eine personelle Veränderung und zeigte, wie wichtig die Unterstützung der Eltern ist. Die Tätigkeit entwickelte sich weiterhin natürlich und die Gruppe festigte nach und nach ihren Platz unter den landsmannschaftlichen Aktivitäten. Im Jahr 2014, ebenso wie in den folgenden vier Jahren, arbeitete Marjánka weiterhin unter dem Dach des Schulvereins Komenský.
Die Zahl der Kinder bewegte sich im Laufe des Jahres um die vierzig. Die Arbeit fand daher stabil in zwei Gruppen statt, um die Aktivitäten besser an das Alter und die Fähigkeiten der einzelnen Kinder anpassen zu können.
Zu den bedeutendsten Ereignissen gehörten die Auftritte im Rahmen offizieller Staatsbesuche. Die Kinder traten beim offiziellen Besuch des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer in den Schulen des Schulvereins Komenský auf und anschließend beim Besuch des tschechischen Premierministers Bohuslav Sobotka. Beide Anlässe fanden in feierlicher Atmosphäre statt und wurden als würdige Präsentation der tschechischen Minderheit sowie der Arbeit mit der jüngsten Generation wahrgenommen.
Einen wichtigen Meilenstein stellte das erste selbstständig organisierte Konzert dar, mit dem eine bis heute fortgesetzte Tradition begründet wurde, ebenso wie der Auftritt beim Gartenfest, das vom Elternrat der Komenský-Schulen veranstaltet wurde.
Mit dem Konzert entstand die Notwendigkeit, Trachten für die Kinder zu beschaffen. Es handelte sich um ein anspruchsvolles Projekt – es war notwendig, ihr Design zu entwerfen, geeignete Materialien auszuwählen, die Anfertigung sicherzustellen und nicht zuletzt die Finanzierung zu klären. Alles konnte schließlich fristgerecht umgesetzt werden, sodass die Kinder erstmals stolz in den rot‑schwarzen Trachten aus der Werkstatt von Ivana Blanářová aus Brumovice auftreten konnten, die dank der Unterstützung des Tschechoslowakischen Auslandsinstituts finanziert wurden.
Neben vielen freudigen Momenten brachte diese Zeit auch eine bedeutende personelle Veränderung. Aus Zeitgründen entschied sich eine der Gründerinnen von Marjánka, Květa Apolin, ihre Tätigkeit zu beenden. Ihr Weggang schloss ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des Vereins, den sie von Anfang an mit aufgebaut hatte. Gleichzeitig hinterließ sie ein festes Fundament, das dem Verein ermöglichte, weiterzuarbeiten und sich allmählich weiterzuentwickeln. Es war an der Zeit, neue Wege zu suchen und zu lernen, den eingeschlagenen Kurs auch ohne eine der prägenden Persönlichkeiten fortzuführen.
Eine große Stütze wurde in dieser Zeit die Hilfe der Eltern. Eine von ihnen war Miroslava Rührig, die zwei Jahre lang vor allem beim Training der jüngsten Kinder, aber auch bei Konzerten, im Buffet und bei weiteren organisatorischen Aufgaben unterstützte.
Das Jahr 2014 kann somit als eine Zeit weiteren Wachstums, der Entstehung neuer Traditionen und der schrittweisen Übernahme größerer Verantwortung wahrgenommen werden. Unsere Tätigkeit ging trotz Veränderungen voran und blieb ihrer Hauptidee treu – den Kindern Freude an Musik, Tanz und gemeinsam gelebten Traditionen zu vermitteln. Auch dieses Jahr wurde zu einem festen Bestandteil der Geschichte, die bis heute weitergeschrieben wird.
Gemeinsames Foto aller auftretenden Kinder für den Bundespräsidenten, begleitet von Květa Apolin, Martina Canová und Radka Westerkamp
Momentaufnahme vom Gartenfest, das am 16. Juni 2014 stattfand

Auftritt für Premierminister Bohuslav Sobotka
Fotografien vom ersten selbstständigen Konzert
Die jüngsten Kinder auf der Bühne
Marlies Brezik, Christian Suchomel, Helena Cernajsek und Oliver Hofer
Die Mädchen aus der älteren Gruppe wurden musikalisch von Schülern der Sekundarstufe der Komenský‑Schule begleitet – unter der Leitung von Christa Cernajsek, die im Jahr 2018 die erste "Primus" des neu gegründeten Zymbal‑Musikensemble Marjánka wurde