Aktuelles | 28.02.2026
Marjánka beim ORF Burgenland: Ein Blick hinter die Kulissen des Fernsehens
Die Veranstaltung entstand dank der Zusammenarbeit des Vereins mit der lokalen Volksgruppenredaktion des ORF und ermöglichte den Teilnehmenden, die Arbeit von Fernsehen und Radio aus nächster Nähe zu erleben. Die Exkursion wurde von Monika Caudr, der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden sowie Moderatorin und Redakteurin des ORF, mit Unterstützung von Michelle Albadri, Vorstandsmitglied des Vereins, organisiert. Das Studio in Eisenstadt ist ein Ort, an dem unter anderem Sendungen für Volksgruppen in ihren Sprachen produziert werden. Der ORF sendet regelmäßig Programme für sechs autochthone Gruppen, darunter auch für Tschechen und Slowaken.
Am letzten Februarsamstag machten sich 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg nach Eisenstadt – ein Teil reiste mit dem Zug aus Wien an, der Rest mit dem Auto. Im Gebäude des Landesstudios wurden sie von Dorottya Kelemen, der Leiterin der Volksgruppenredaktionen des ORF, begrüßt. Neben interessanten Informationen über die Arbeit des Studios und der Redaktionen stellte sie auch die Architektur des Gebäudes vor. Das Studio in Eisenstadt wurde zwischen 1977 und 1982 errichtet und im Juni 1982 feierlich eröffnet. Der Bau wurde vom bedeutenden österreichischen Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl entworfen. Es ist Teil eines einheitlichen ORF‑Studio‑Konzepts, das in mehreren Bundesländern nach demselben Design umgesetzt wurde: Eisenstadt (Burgenland), Klagenfurt (Kärnten), St. Pölten (Niederösterreich), Linz (Oberösterreich), Salzburg, Graz (Steiermark), Innsbruck (Tirol) und Dornbirn (Vorarlberg). Die Gebäude dieser Studios zeichnen sich durch rote architektonische Elemente an der Fassade und im Inneren aus – mit Ausnahme der Steiermark, wo die Farbe Grün dominiert. In Wien gibt es kein solches Studio. Peichl schuf mit seinem Entwurf die charakteristische „Peichl‑Torte“ – die Anordnung der Studios und Redaktionen rund um eine zentrale Halle erinnert an eine runde Torte und ermöglicht die Verbindung aller Gebäudeteile sowie eine offene Kommunikation. Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz und gelten als Ikonen der modernen österreichischen Architektur.
Nach der Begrüßung folgte eine Führung durch die Räumlichkeiten, die den Prozess der Entstehung einzelner Sendungen und Reportagen sichtbar machte. Die Gruppe konnte sowohl das Fernseh‑ als auch das Radiostudio besichtigen und eine Live‑Sendung von Radio Burgenland mitverfolgen. Die Führung umfasste auch den Schnittraum, in dem gerade ein Beitrag über den Repräsentations‑ und Maturaball der Wiener Tschechen und Slowaken entstand. Die Redakteurin der tschechischen Redaktion, Martina Pfeffer, erklärte, wie der Schnitt der Beiträge und die Erstellung der finalen Sendung ablaufen, sodass die Teilnehmenden die Entstehung der Reportage „aus erster Hand“ beobachten konnten.
Monika Caudr, die im slowakischen Teil des Volksgruppen‑Redaktionsteams von ORF Burgenland tätig ist, gewährte den Teilnehmenden einen Einblick in ihre Arbeitswelt. Kinder konnten sich als Reporter versuchen, mit Mikrofon in der Hand vor der Kamera stehen und ein kurzes Interview führen. Einer der attraktivsten Programmpunkte war das Moderieren einer Sendung im Studio und das Lesen eines Textes vom Teleprompter. Diese Aufgabe probierten mit großer Begeisterung nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen aus.
Die gesamte Exkursion wurde für die Sendung „České Ozvěny a Slovenské Ozveny“ aufgezeichnet, die am 12. April 2026 um 14:05 Uhr auf ORF 2 Wien ausgestrahlt wird.
Zugfahrt ins Burgenland
Studiotechnik
Das Lesegerät sorgte bei den Kindern für große Begeisterung

Leih mir kurz das Mikrofon, ich möchte das Moderieren auch ausprobieren…“
„Schaut mal, Kinder, wir sind im Fernsehen!“